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Brainfucked

Heute bin ich um 5 aufgestanden um für die Uni zu lernen, obwohl ich Ferien habe. Habe mich um 6 an den Frühstückstisch gesetzt, 2 Brötchen, Obstsalat und Joghurt gegessen. Bin ca 6.15 aufgestanden, ins Bad gegangen, habe den Klodeckel angehoben und alles wieder ausgekotzt. Nachher werde ich wieder Mittagessen und es auskotzen, werde Abendbrot essen und es aukotzen..Heute Nacht sind meine Eltern weg (ich bin grad mal wieder zu Hause zu Besuch und möchte wieder in meine eigenen vier Wände) und meine Mum geht jetzt einkaufen, da weiß ich doch auch schon was das wird.

Genau den gleichen Ablauf, Tag für Tag, habe ich jetzt seit fast 8 Jahren..Mal besser, mal schlechter, aber es lässt mich einfach nicht mehr los. Mir geht es nicht darum, dass ich mich fett fühle oder für irgendjemanden schön sein will, ich ertrage mich bloß selbst einfach nicht. Ich hasse es meine Schritte zu hören, ich hasse es auf mein Äußeres reduziert zu werden, ich hasse es einen Raum auszufüllen..Ich bin einfach "zu viel". Manchmal betrachte ich mich selbst wie eine Außenstehende Person, ich laufe beispielsweise durch die Stadt und "beobachte" mich von oben selbst und kann einfach mein Äußeres mit dem was ich tatsächlich bin nicht vereinbaren. 

Ich bin ein sehr rastloser Mensch, bin ständig auf der Suche und komme einfach nicht zur Ruhe.. Das erbrechen oder nichts essen hilft mir die Illusion von Kontrolle zu vermitteln, ich denke, dass ich wenigstens eine Sache in meinem Leben steuern kann. Aber genau das Gegenteil ist der Fall, ich kann gar nichts mehr steuern. Es ist einfach nur Zwang, zwanghaft ans essen denken, zwanghaft essen, mechanisch aufs Klo gehen, mechanisch den Finger in den Hals stecken und schwuuuuuuuuup: Schon wieder ein Krankenhausaufenthalt mehr. Diesmal lags an meiner entzündeten Speiseröhre (Blut kotzen..yammyamm) und dem entzündeten Darm dank Abführmittel.

 Aber ich möchte kämpfen..Mir ist nichts wichtiger als meine Freiheit und die ist durch meine Krankheit eingeschränkt. Ich WILL leben, will normal (ich weiß schon gar nicht mehr was denn eigtl normal ist??) essen..Und ich werde immer weiter kämpfen, ganz egal wie oft ich noch aufs Maul fliege..

Ich schätze seine völlige Abwesenheit sehr.
(William Shakespeare)

Genau das will ich über die Bulimie sagen können. 

Werde jetzt gleich einen Spaziergang mit meiner neuen Canon450d machen..bei dem schönen Wetter..

30.12.09 10:59

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